Am Donnerstag (17. Februar 2022) hat die Landesregierung die 6. Änderungsverordnung der 15. Eindämmungsverordnung für Sachsen-Anhalt beschlossen und damit auf die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde vom 16. Februar reagiert. In einem ersten Lockerungsschritt werden die Zugangsbeschränkungen im Einzelhandel und die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene im privaten Bereich aufgehoben. Die 6. Änderungsverordnung, die bereits ab heute und bis zum 5. März gilt, sieht für den Sport und das Sporttreiben leider noch keine weiteren Lockerungen vor.

Damit finden die Forderung des Landessportbundes (LSB) und des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA) kurzfristig noch kein Gehör. Im Vorfeld hatte man für eine einheitliche 3G-Regelung für den Amateursport geworben und die Unterscheidung zwischen 3G beim Sport im Freien und 2G in den Umkleidekabinen als für die Vereine als schwer umsetzbar kritisiert.
Hoffnung machen Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne allen Sportlerinnen und Sportlern des Landes aber für den 5. März. Dann soll für den Sport und das Sporttreiben im Freien wie in Sporthallen einheitlich die 3G-Regel gelten. Für Sportgroßveranstaltungen ist ab 5. März unter 2G bzw. 2G-Plus in Sporthallen eine Auslastung von 60 Prozent (max. 6.000 Zuschauer) im Freien eine Auslastung von 75 Prozent (max. 25.000 Zuschauer) der jeweiligen Höchstkapazität angekündigt.
Weitere Lockerungsschritte will die Landesregierung Sachsen-Anhalts in Abhängigkeit von der Infektionslage und der Krankenhausbelastung ab dem 20. März umsetzen. Laut Bund-Länder-Beschluss könnten dann auch für den Sport alle Schutzmaßnahmen fallen, sofern die Situation das zulässt.

Die seit dem 16. Juni gültige 14. Landesverordnung regelt im § 16 Abs. 3 weitere Lockerungen für den Sport und das Sporttreiben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an zehn aufeinanderfolgenden Tagen unter 35 liegt. Dann nämlich kann von der Testpflicht für eine Teilnahme am Training auch in geschlossenen Sportanlagen abgesehen werden. Damit rückt in vielen Regionen des Landes der Tag näher, an dem generell auf Schnelltests beim Training verzichtet werden kann.
Da die Wirkung dieser im §16 festgehaltenen 10-Tage-Regel erst mit Veröffentlichung der Verordnung (16. Juni) beginnt, kann von der Testpflicht bei Erfüllung der genannten Bedingungen in ersten Landkreisen und kreisfreien Städten ab 27. Juni abgewichen werden. Relevant dafür sind die vom jeweiligen Landkreis bzw. den Städten Magdeburg Halle und Dessau-Roßlau ortsüblich veröffentlichten Inzidenzwerte. Im Zweifelsfall sollten sich Sportvereine diesbezüglich direkt an die für Sport zuständigen Ämter wenden.
Einzige Ausnahme: Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Wettkämpfen besteht auch dann weiterhin die Verpflichtung zur Durchführung von Corona-Schnelltests vor den Wettbewerben.
Wichtig auch: Liegt der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über 35, gelten die vorherigen Regeln zur Testpflicht mit Ausnahme der Kinder und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Die Inzidenz in Sachsen-Anhalt sinkt – ein Grund zum Aufatmen und für Lockerungen. Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt hat in einer Grafik zusammengefasst welche Regelungen seit dem 02. Juni 2021 bei einer Inzidenz unter 35 gelten. Weitere Informationen zur aktuellen Verordnung oder anderen Informationen finden sich auf dem Corona-Informationsportal des Landes Sachsen-Anhalt.

Mit der Verordnung zur Änderung der 13. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung (1. Juni 2021) über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt werden jetzt weitere Lockerungen vorgenommen. Viele Volleyballer/-innen und Verantwortliche fragen sich nun, was darf ich? Was muss ich berücksichtigen? Wie verhalte ich mich in dieser besonderen Situation? Auf Grund von regionalen Besonderheiten im Land Sachsen-Anhalt, können wir als Landesverband aber keine allgemeingültige Konzeption, so doch eine Empfehlung, für den Beach- und Volleyballsport heraus geben.

Der LandesSportBund Sachsen-Anhalt fasst auf seiner Internetseite die aktuellen Änderungen immer zeitnah zusammen. Des Weiteren ist in den aktuellen Verordnungen der Paragraf 8 – Sportstätten und Sportbetrieb, zusammengefasst, was erlaubt ist und was nicht.

Auch der LandesSportBund Sachsen-Anhalt (LSB) hat sich über Pfingsten mit der Dreizehnten Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt (Dreizehnte SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – 13. SARS-CoV-2-EindV) befasst. „Die Landesregierung Sachsen-Anhalt hat mit der nunmehr 13. Eindämmungsverordnung zahlreiche weitere Lockerungen auch für das Sporttreiben beschlossen. Die ab 25. Mai gültige Verordnung ist deutlich umfangreicher als alle vorangegangenen. Da die Inzidenzwerte nunmehr in nahezu allen Landkreisen und kreisfreien Städten unter 100 liegen, kann der Sport in Sachsen-Anhalt fast flächendeckend davon profitieren.“ [LSB]

Neuerungen die den Sport betreffen wurden vom LSB wie folgt zusammengefasst:
§4 (4) 9. Nutzung von öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen sowie vergleichbare Einrichtungen, die nicht in Nummer 8 genannt sind, für Gruppen bis höchstens zehn Personen zuzüglich der Lehrkraft unter Einhaltung des § 1 Abs.1

§4 (6) 2. Innenbereich von Badeanstalten, Schwimmbädern und Heilbädern sowie Fitness- und Sportstudios, wobei die zulässige Personenzahl auf 1 Person je 20 angefangene Quadratmeter begrenzt ist unter Einhaltung §1 Abs.3 (Selbsttest bzw. Schnelltest nicht älter als 24 Stunden)

§4 (6) 3. Kurse, insbesondere in Fitness- und Sportstudios, in Tanz- und Ballettschulen sowie Yoga- und andere Präventionskurse mit höchstens 10 Personen, zuzüglich des Trainers, wobei durchgängig ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird unter Einhaltung §1 Abs.3 (Selbsttest bzw. Schnelltest nicht älter als 24 Stunden)

§8 (1) 5. Trainingsbetrieb des organisierten, kontaktfreien Sports in geschlossenen Räumen in Gruppen, wobei die zulässige Personenzahl auf 1 Person je 20 angefangene Quadratmeter, höchstens aber auf 10 Personen, zuzüglich des Trainers, begrenzt ist unter Einhaltung §1 Abs.3 (Selbsttest bzw. Schnelltest nicht älter als 24 Stunden)

§8 (1) 6. Organisierte, kontaktfreie Sportbetrieb außerhalb des Trainingsbetriebes im Freien mit höchstens 25 Personen unter Einhaltung §1 Abs.3 (Selbsttest bzw. Schnelltest nicht älter als 24 Stunden)

Im § 13 sind die weiteren Öffnungsschritte ab einer Inzidenz von unter 50 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen aufgelistet, so zum Beispiel unter 11. die Anzahl von Zuschauern in geschlossenen Räumen (50 Personen) und im Freien (100 Personen).

Weiterhin sind einige Auflagen mit dem Sporttreiben verbunden, die unbedingt eingehalten werden müssen und teilweise von Kommune zu Kommune variieren. Die erforderlichen Anwesenheitsnachweise und Nachweise der Selbst- bzw. Schnelltests bleiben bestehen. Ebenso werden vollständig genesene bzw. voll geimpfte Personen nicht bei den Sporttreibenden hinzugerechnet und sind von der Testpflicht ausgenommen. Des Weiteren besteht über den § 15 die Möglichkeit der Beantragung von Modellprojekten. Der Minister des Inneren und Sport hat in seiner Pressemitteilung noch einmal auf diese Möglichkeit verwiesen und freut sich auf Anträge aus dem Sport. Der ganze Wortlaut der Mitteilung kann unter wichtige Dokumente zum Sport in der Corona-Pandemie nachgelesen werden.

Die 13. Eindämmungsverordnung tritt am 25. Mai 2021 in Kraft und gilt vorerst bis zum 13. Juni 2021.