In den Medien ist es kaum wegzudenken – Rio 2016 ohne die DVV-Volleyballer(innen). Bereits nach der Gruppenphase bei den Schmetterlingen in der Türkei stand fest, dass in Rio ohne die Damen um Kapitän Margareta Kozuch gespielt werden wird. Mit einem dritten Platz war ein Weiterkommen ins Halbfinale nicht möglich.
Alle Hoffnung des Deutschen Volleyball-Verbands lag nun auf den Herren. Bei der Olympiaqualifikation in der Max-Schmeling-Halle in Berlin konnten mehrere Tausend Zuschauer live und im Livestream mitverfolgen wie die DVV-Herren ein hochklassiges Spiel nach dem Anderen absolvierten. Im letzten Gruppenspiel bezwangen die Herren sogar den Weltmeister aus Polen mit 3:1. Im Halbfinale wartete dann Olympiasieger Russland. Auch hier konnten die deutschen Volleyballer lange mithalten, mussten sich aber nach vier Sätze geschlagen geben. Nun galt es abermals gegen Polen das Spiel um Platz drei zu gewinnen, um damit die Chance auf ein weiteres Qualifikationsturnier zu sichern. Im vierten Satz vergaben die Deutschen beim Stand von 24:23 einen Matchball.
Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio sollte somit der fünfte Satz entscheiden. Dieser war an Spannung nicht mehr zu übertreffen und endete mit einem Schockzustand der deutschen Volleyballer. Dass die Partien in der Qualifikation hochklassig waren, die Spieler an ihre Grenzen gingen und namenhafte Gegner geschlagen haben, spielt momentan noch keine Rolle. Der Schock über das Rio-Aus sitzt zu tief.