20201214 171235Vor einigen Tagen haben wir bereits über die Verleihung der Sparkassen-Nachwuchspreise 2020 berichtet. Marius Müller und Jan Seeger, beide aktuelle VVSA-Kaderspieler (Jahrgang 2004) waren von ihrer Benennung und Bestätigung durch OSV und VVSA so begeistert, dass sie es sich nicht nehmen lassen wollten ein paar Worte zu sagen. Doch vorab eine kleine Vorstellung der Athleten.

20201214 171140Marius Müller ist dem schönsten Sport der Welt seit mehr als sechs Jahren verfallen. Etwa zum Anfang der vierten Klasse (2013/14) ist er, nach einer kurzen Zeit beim Fußball, zum SV Dessau 96 gewechselt. Dort agierte er im ersten Jahr unter Trainer Nils Sittner, wobei der Start im Wettkampfbereich für ihn zwar zufriedenstellend, aber nicht sehr von Erfolg gekrönt war. Bereits im darauffolgenden Jahr konnte Marius unter Trainer Hartmut Urban den ersten Titel verbuchen – Mitteldeutscher Meister 2015. In den folgenden Saisons entwickelte sich das Team weiter und gewann weitere Landesmeisterschaften. Bei einer dieser Meisterschaften wurde Marius dann durch Dennis Raab direkt in die Landesauswahl gesichtet. Später übernahm Matthias Waldschik das Landesauswahltraining und 2018 wechselte er dann an das Sportgymnasium Magdeburg. „Hier erhalte ich eine sehr gute Ausbildung, sowohl im Hallen- als auch im Beachvolleyball.“ So Marius begeistert. Nach dem Wechsel an die Eliteschule des Sports in Magdeburg und einem neuen Trainer, Ingo Häntschel, im Heimatverein, wurde Marius zeitnah in das damalige Regionalligateam berufen. Seitdem darf er in Dessau mit den Dessau Volleys auf sehr hohem sportlichem Niveau trainieren und hatte auch schon Einsätze im Spielbetrieb der Regionalliga Nordost und der Dritten Liga Nord.
20201214 171152Jan Seeger hat hingegen knapp ein Jahr mehr auf dem Buckel als Marius. Seine Anfänge liegen etwas nördlicher in Sachsen-Anhalt, nämlich beim Burger VC 99. Nachdem er dort mehrere Jahre im Jugendbereich auf dem Parkett stand, konnte er unter Anleitung von Dennis Raab in Magdeburg seine erste Sichtung absolvieren. Hier wurden die Trainer auf ihn aufmerksam und nominierten ihn für den VVSA-Kader. Ende 2017 fand dann der erste Lehrgang der Jahrgänge 2003/2004 statt. Nachdem Jan hier mit einem schönen „Händchen“ glänzen konnte, war die Suche nach einer geeigneten Position beendet, ein Zuspieler mit Ambitionen nach ganz oben. Mit einer Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften U16 und dem ersten Spieleinsatz im Jahr 2019 für den Burger VC 99 in der Sparkassen-Landesoberliga konnte Jan sich weiterentwickeln und auf sich aufmerksam machen. Neben dem Heimatverein setzte nun auch der USC Magdeburg sein Vertrauen in den jungen Matchmaker. Mit dem Doppelspielrecht in der Saison 2019/2020 konnte Jan zum ersten Mal Regionalligaluft schnuppern und der Entschluss für einen Schulwechsel kristallisierte sich heraus. Mit Unterstützung des VVSA erfolgte dieser dann bereits zum Halbjahr. „Ich erhalte hier optimale Trainingsumfänge in Kombination mit der Schule.“ Ergänzt Jan im Gespräch enthusiastisch. Und noch eine Änderung ergab sich dann vor einigen Monaten – Jan nahm allen Mut zusammen und wechselte komplett an den Landesleistungsstützpunkt Magdeburg um hier unter Trainer Marko Schulz das Drittliga-Team zu unterstützen.

Sowohl Jan als auch Marius sind geraume Zeit den Volleyball-Weg getrennt gegangen. Mit der Berufung in die Landesauswahl und den späteren Wechsel an die Elite Schule des Sports in Magdeburg, nun auch zusammen. Dabei haben sie nicht nur zwei regionale Hallenbundespokale gespielt, sondern sich auch im Beachvolleyball zusammengetan. Durch die Anbindung an den Landesleistungsstützpunkt männlich, USC Magdeburg, konnten die Sportschüler/-innen auch in diesem Jahr und unter den widrigen Bedienungen der Corona-Pandemie in kleinen Gruppen trainieren und die regionale Sichtung Anfang August 2020 in Berlin gemeinsam angehen. Auch im Lockdown light konnten Jan und Marius trainieren – die Anbindung an die Sportschule macht es möglich, worüber beide mehr als glücklich waren.

Glücklich sind die beiden Sportler auch über den Sparkassen-Nachwuchspreis 2020 und melden sich zu Wort: „Es ist ein Privileg diesen Preis zu erhalten und unter den momentanen Umstände überhaupt trainieren zu dürfen. Habt Dank.“ verkündet Jan. „Die Auszeichnung hat mich sehr verblüfft, belohnt aber auch die wirklich harte Arbeit.“ Erklärt er weiterhin mit einem Lächeln im Gesicht, denn für Jan ist Volleyball mehr als Arbeit, sondern eine wahre Leidenschaft. Daher ist der Appell: „Ich wünschte mehr Sportler/-innen würden die Möglichkeit der Sportschule nutzen und die Vorteile nicht so unterschätzen.“ nicht wirklich überraschend. „Mein Dank gilt nicht nur dem Sparkassenverband, dem VVSA, sondern auch den Menschen, die mich unterstützen und begleiten.“
Auch Marius meldet sich zu Wort: „Ich freue mich sehr, dass ich so viel Vertrauen von meinem Landestrainer Matthias Waldschik bekomme und zusammen mit Jan für den Preis des Nachwuchssportlers des Jahres 2020 nominiert wurde. Das heißt für mich, dass ich auch in Zukunft höchste Anstrengungen unternehmen werde, um dem Vertrauen gerecht zu werden. Ich bedanke mich dafür, dass der Verband es mir auch in der Corona Zeit ermöglicht hat, zu trainieren und mich weiterzuentwickeln. Ich bedanke mich auch bei der Sparkasse für die Auszeichnung in der Jugendförderung und bei allen, die mich auf meiner sportlichen Reise begleitet haben und immer noch begleiten. Ohne euch wäre ich nicht dort wo ich jetzt bin. Habt vielen lieben Dank.“

Jan Seeger und Marius Müller, zwei riesen Talente, die nicht nur den Sport, sondern auch den Background zu schätzen wissen. Nochmal Herzlichen Glückwunsch, und macht weiter so Jungs!

Nachdem bereits vor zwei Wochen vier Talente im weiblichen Bereich zur DVV-Nominierung geladen wurden, ist heute bekannt, dass Klara Lüttich vom VC Bitterfeld-Wolfen in den 25er-DVV-Kader gesichtet wurde. Herzlichen Glückwunsch! Was Klara bereits geschafft hat, möchte sich nun auch Paul Schmiedl vom CV Mitteldeutschland erarbeiten. Paul wurde ebenfalls zur DVV-Sichtung geladen und muss sich nun gegen den deutschlandweiten Kader beweisen. Wir drücken die Daumen!

Gestern hat uns die Mitteilung erreicht, dass auf Grund der aktuellen Situation der Tag der offenen Tür an den Elite Schulen des Sports in Magdeburg nicht stattfinden wird. Solltet ihr Kinder und Jugendliche in eurem Verein haben, die die Möglichkeit zum Schnuppern an den Elite Schulen des Sports in Magdeburg, nutzen wollen, dann meldet euch doch bitte direkt an den VVSA-Landestrainer Matthias Waldschik (matthias.waldschik@vvsa-volleyball). 

Eine sehr erfreuliche Nachricht – gleich vier talentierte Mädchen wurden für die Bundeskadersichtung nominiert. Ein riesen Glückwunsch geht an Diana Yarsekou, Klara Lüttich, Yonta Teichelmann und Johanna Franzen vom VC Bitterfeld-Wolfen. Nachdem bereits in Brandenburg Gespräche geführt wurden, konnten die drei Mädchen beim Ländervergleich in Schmalkalden dann nochmals überzeugen und können sich über eine Einladung zum Zoom-Meeting, stellvertretend für die DVV-Sichtungslehrgänge in Kienbaum, freuen. Wir sind stolz auf euch!

2020 TVV Cup 06 07w 5Vom 23. bis 25. Oktober 2020 fand in Schmalkalden (Ausrichter: Thüringer Volleyballverband) die Ersatzmaßnahme für den regionalen DVJ-Bundespokal Süd statt. Nachdem in diesem Jahr alle Veranstaltungen der Deutschen Volleyball-Jugend (DVJ) auf Grund der aktuellen Corona-Pandemie abgesagt wurden, wollten die Verantwortlichen Bundestrainer dennoch den Kaderspielern und Spielerinnen eine Plattform für einen Vergleich bieten. Mit dem Appell an alle Landesverbände, sich zusammenzuschließen und interne Turniere zu spielen, gab es für die Athleten/innen nun in Schmalkalden einen solchen Verbandsvergleich. Die Maßnahme wurde wohlwollend frequentiert, denn mit der Anwesenheit aller Jugend-Nationaltrainer männlich und weiblich, Jens Tietböhl (weiblich), Dominic von Känel (männlich) und Peter Pourie (Nachwuchs-Leistungssportkoordinator), erfolgte auch die DVV-Pre-Sichtung – demnach ein Lehrgang mit sehr hoher Priorität für alle Kader wegen der höheren Wettkampfanzahl, -dichte und -qualität.
Neben den VVSA-Kadern, Jahrgang 2006/2007 weiblich und Jahrgang 2005/2006 männlich, waren auch die Auswahlteams aus Bayern, Hessen, dem Saarland, Sachsen und Thüringen anwesend. Für die Teams aus Sachsen-Anhalt galt es dabei sich nochmals den Jugend-Nationaltrainern zu präsentieren, den Vergleich mit den anderen Landesverbänden standzuhalten und das Turnier als abschließenden Wettkampfhöhepunkt in 2020 zu zelebrieren.
Am ersten Wettkampftag galt es gegen das Saarland und Hessen zu bestehen. Dabei konnten die Mädchen um Landestrainer Michael Haßmann leider nur einen Satz gewinnen. Ein holpriger Start in das Turnier, aber mit Luft nach oben. Der männliche Kader um Landesauswahltrainer René Herzig konnte hingegen gegen das Saarland gewinnen, musste sich dann aber gegen Hessen ohne Satzgewinn geschlagen geben. „Die Auswahlen aus Hessen waren im Vergleich das bessere Team, vor allem in Kombination in Abwehr und Umkehrspiel.“ Resümierten die Trainer. Nach den Spielen ging es dann in die Unterkunft. Hier erlebten alle Akteure ein kleines, aber feines Kulturerlebnis, denn in der Herberge Inselberg betreut von KULTURWerkstatt e.V., waren die Zimmer kreativ mit aktuellen und ehemaligen Wintersport-Weltmeistern mit Foto und Originalausrüstung an den Wänden dekoriert.
Am zweiten Wettkampftag gingen dann erst die Jungen aufs Parkett. Hier trafen sie auf Thüringen, Bayern und Sachsen, ein stärkeres Gegnerfeld mit Talenten von Vereinen mit Anbindung an Bundesstützpunkte. Mit einem verschlafenen Start gelang gegen die Thüringenauswahl kein Satzgewinn, auch gegen Bayern konnte eine Niederlage nicht verhindert werden. Lediglich gegen Sachsen holten die VVSA-Jungs einen Satz. Im Gegensatz zu den Jungs hatten die Mädchen Zeit für ein kleines Aktivierungstraining um den Puls auf Betriebstemperatur zu bringen. Gegen die Auswahl aus Thüringen konnten sie nun ihre gewohnte Leistung zeigen und in zwei Sätzen gewinnen. Auch gegen Bayern gelang dann noch ein Satzerfolg, bevor es gegen die Sachsen-Auswahl ging. Hier musste das Team dann auf vier Stammspielerinnen und Landesauswahltrainer verzichten, denn die fünf reisten zum Regionalligaspiel, welches mit nur einem Satzverlust gewonnen werden konnte. Gegen Sachsen fehlten dann eben diese Spielerinnen, die Umstellungen der Positionen kosteten den Spielrhythmus, wurde aber durch den Einsatz und den Team-Spirit bestmöglich kompensiert – leider ohne Satzgewinn. Sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen waren eine hohe Motivation und viel Engagement zu sehen – die Präsentation bei den Jugend-Nationaltrainern wurde genutzt.
Der dritte Turniertag wurde dann als Platzierungsrunde genutzt. Dabei trafen die Mädchen auf Thüringen, konnten letztlich aber nur einen Satz auf der Habenseite verbuchen – Platz sechs. Die Jungs spielten gegen das Saarland dann nochmal auf und sicherten sich in zwei Sätzen den fünften Platz.
Landestrainer Matthias Waldschik resümierte nach dem Verbandsvergleich wie folgt: „Der Wettkampfhöhepunkt wurde als solcher von beiden Teams angenommen und auf bestmöglichem Niveau unter den Augen der Bundestrainer hochmotiviert und mit gutem Team-Spirit agiert. Bei den Mädchen wäre eine bessere Platzierung möglich gewesen, bei dem Jungen realistischer Weise nicht. Obwohl beide VVSA-Teams zeigen, dass Sie den Anschluss an die führenden Verbände (noch) nicht verloren haben, bleibt festzuhalten, dass vor allem bei den Jungs die aktuellen Strukturen besser aber noch nicht optimal sind.“
LOTTO quer oR 4cDank geht an den Ausrichter in dieser schwierigen Situation, den Eltern der VVSA-Teams, die uns das Vertrauen geschenkt haben und die Vereinstrainer die auf diesem Wettkampf hin so gut wie möglich zusammengearbeitet haben. Ebenfalls ein großer Dank geht an die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, die durch eine wiederholte Sportpatenschaft im Bereich Volleyball, zum Gelingen dieser Maßnahme beigetragen hat.

Alle Videos sind hier zusehen.
VVSA Kader Jahrgang 2006/2007 weiblich: Diana Yarsekou, Leonie Sebastian, Fabienne Sämisch, Lisa-Marie Brand, Lea Roth, Yonta Teichelmann, Klara Lüttich, Johanna Franzen (alle VC Bitterfeld-Wolfen), Nele Gerstner, Elisabeth Schallehn (beide SV Pädagogik Schönebeck), Anna Buchheister, Elisabeth Daudey (beide USV Halle) und Lucia Mahn (HSG Merseburg) | Trainer-Team Jahrgang 2006/2007 weiblich: Michael Haßmann (Landesauswahltrainer), Johanna Westphal (Co-Trainerin), Silke Haßmann (Scout) und Claudia Sebastian (Physiotherapeutin).

VVSA Kader Jahrgang 2005/2006 männlich: Matti Kriese, Erik Oskar Baldauf (beide PSV 90 Dessau Volleys), Paul Schmiedl, Jacob Philipp, Eric Schulz (CV Mitteldeutschland), Richard Oppenhorst, Benedikt Mühlmann, Kornelius Otto (USV Halle), Odin Ehlert, Max Zacharias, Tilman Anton Wagner (USC Magdeburg), Arne Brendel, Ole Muff und Etienne Eid (Burger VC 99) | Trainer-Team Jahrgang 2005/2006 männlich: René Herzig (Landesauswahltrainer), Matthias Waldschik (Landestrainer/Co-Trainer) und Konstantin Wullbrandt (Co-Trainer/Scout)