Am kommenden Wochenende geht es für die VVSA Kader auf nationales Parkett. Nachdem die deutsche Volleyball Jugend sich gegen einen Bundespokal ausgesprochen hatte, haben sich Landestrainer/innen und Verantwortliche für das Format Bundesauswahlturnier entschieden. Dabei werden die Kader ab Freitag in Wiesbaden (weiblich | 2004/2005 und Jünger) und Brandenburg an der Havel (männlich | 2003/2004 und Jünger) gegen andere Landesauswahlen antreten.
Das weibliche Team unter Landesauswahltrainer Thomas Hiemer wird dabei in der Vorrunde auf Bayern und die DVV-Auswahl U16 treffen. Die Jungs unter Landesauswahltrainer Thomas Vetterling treffen in der Vorrunde auf Bayern, Sachsen und den Gastgeber Brandenburg. Für beide VVSA-Teams soll es ein gelungener Abschluss der Kaderlaufbahn werden. VVSA Landestrainer Matthias Waldschik wird bei der männlichen Delegation mitreisen, kommentierte das Event beider Teams im Vorfeld aber genau: „Natürlich ist es schade, dass das Turnier nicht unter dem Schirm des Bundespokals gespielt wird, aber ich bin froh das sich die Landestrainer/-innen und Verantwortlichen auf ein Bundesauswahlturnier geeinigt haben. So können sowohl die weiblichen als auch die männlichen Kader nicht nur spielen, sondern auch sehen wo ihr Standing im Moment ist. Ich denke, insbesondere für die hoffentlich normale Hallensaison 2021/2022 wird das für die Talente und ihre Heimtrainer/-innen extrem wichtig sein.“
Bereits am Donnerstage werden sich beide Teams in die jeweilige Stadt begeben, sodass sie am Freitag frisch und ausgeruht in das Bundesauswahlturnier gehen können. Der Volleyball-Verband Sachsen-Anhalt wünscht gutes Gelingen, verletzungsfreie Spiele und maximale Erfolge.

Team VVSA 160Jahrgang 2004/2005 und Jünger (weiblich): Nele-Elisa Schmidt, Amy Joelle Salomon, Lucie Wejnar (alle USC Halle), Hannah Klaffs, Carolin Tiede, Annika Reich (alle VC Bitterfeld-Wolfen), Charlotte Prestel, Elisabeth Schallehn, Frida Höllger, Nele Gerstner, Amy Eilert (alle SV Pädagogik Schönebeck/USC Magdeburg), Nele Fickenwirth (Blankenburger VF) | Staff: Thomas Hiemer (Landesauswahltrainer), Danny Pockrandt (Co-Trainer), Anja Bechmann (Co-Trainerin/Delegationsleiterin)

2021 Bundespokal Teamfoto VVSAJahrgang: 2003/2004 und Jünger (männlich): Herrmann Justin, Yannik Horn, Henning Gnoth, Marius Müller (alle PSV 90 Dessau), Arne Brendel (Burger VC 99), Paul Schmiedl, Tim Christof, Jacob Philipp (alle CV Mitteldeutschland), Odin Ehlert, Max Zacharias (beide USC Magdeburg), Wilhelm Bartsch (WSG Reform Magdeburg), Frithjof Neef, Erik Werner (beide CV Mitteldeutschland/USV Halle) und Jan Seeger (CV Mitteldeutschland/USC Magdeburg) | Staff: Thomas Vetterling (Landesauswahltrainer), René Herzig (Co-Trainer), Christoph Brehme (Scout), Matthias Waldschik (VVSA Landestrainer/Delegationsleiter)

Am 30. März 2021 um 8.20 Uhr starteten Klara und Johanna (beide VC Bitterfeld-Wolfen) mit weiteren zehn Mädels ins italienische Chiavenna! Das klingt nach Urlaub, ist es aber nicht. Nein, für die Mädels ist es viel aufregender. Klara Lüttich und Johanna Franzen gehen ihre ersten großen Schritte auf Ihrer sportlichen Laufbahn. Nach der bestätigten Berufung an den Bundesstützpunkt Berlin, Mitte diesen Monats, steht nun mit dem Volleyball U16 EM-Qualifikationsturnier das erste große Highlight an.
Damit das Turnier in Italien eine sichere Veranstaltung bleibt, hieß es zuvor noch Quarantäne schrubben. Ab 24. März wurde die Zeit genutzt, um wertvolle Trainingstage in der Sportschule Steinbach im malerischen Baden-Baden zu absolvieren. Aus den 16 nominierten Spielerinnen wurde der 12er Kader zusammengestellt, der nun nach Chiavenna fährt. Am Dienstag Morgen ging es dann los, vor der Ankunft in Italien genoss Team Deutschland die Reise durch tolle Schweizer Landschaften bis zur Lombardei. Noch weiß das Team nicht, was es beim Turnier erwartet, doch alle sind zuversichtlich und motiviert. In der Deutschlandgruppe sind Spanien, Portugal und die Niederlande.
Der VC Bitterfeld-Wolfen und der VVSA drücken voller Stolz den Mädels von hier aus ganz fest die Daumen. Die Spiele können auch auf der CEV Seite unter dem Reiter WEVZA Pool B mit Liveticker und Statistiken verfolgt werden.

Von Zeitz über Bitterfeld-Wolfen und Halle nach Dresden liest sich erst einmal wie ein Routenplan der Bahn. Eine Strecke die die 15-jährige Anna Busch aber nicht mit einem Verkehrsmittel zurückgelegt hat, sondern der Weg, den sie in ihrer noch jungen Volleyballkarriere gegangen ist.
IMG 20170107 WA0010Mit neun Jahren war Volleyball schon ein Thema. „Da meine Eltern beide Volleyball spielten, ist es mir leicht gefallen auch mit diesem Sport anzufangen. Eine gute Freundin meiner Eltern, Madlen Poser, ist Trainerin eines Volleyballteams in Zeitz gewesen. Dort hab ich dann auch angefangen zu spielen.“ berichtet Anna. Und auch Madlen erinnert sich an die Zeit zurück: „Wenn ich an Annas Anfänge denke, ist das erste was mir in den Sinn kommt, ihr Ehrgeiz. Wenn im Training alle eine Pause gemacht haben, hat Anna sich immer einen Ball geschnappt und Sachen für sich selbst probiert. Schon damals hat sie alles hinterfragt und wollte immer wissen, warum wir jetzt welche Übung machen und wofür diese gut ist. Neben ihren sehr guten körperlichen Voraussetzungen waren es ihre Ambitionen immer besser zu werden, die mich fasziniert haben.“
Genau diese Ambitionen haben Anna dann in der Saison 2017 zum VC Bitterfeld-Wolfen geführt. Hier machte Anna nicht nur erste Erfahrungen in einem Leistungsstützpunkt des Volleyball-Verbandes Sachsen-Anhalt, sondern konnte auch erste VVSA-Kader-Luft schnuppern. Bereits ein Jahr darauf folgte ein weiterer Vereinswechsel. Beim USV Halle konnte Anna dann mit einigen Kaderspielerinnen zusammen trainieren, sodass ihre eigene Leistung stetig besser wurde. Die VVSA-Landesauswahl ermöglichte dann nicht nur weitere Trainingslager, sondern auch Bundespokale und andere Turniere. „Hier hab ich dann auch Menschen aus anderen Auswahlen kennengelernt und konnte mich spielerisch sowohl im Beach- als auch im Hallenvolleyball weiterentwickeln.“ Weiterhin berichtet Anna: „2018 wurde ich durch den Bundespokal gesichtet und nach Kienbaum zur DVV-Kadersichtung eingeladen. Wodurch ich dann die Chance bekommen habe zum VC Olympia Dresden zu wechseln.“
2019 10 04 06 HK 03388Bevor es dann zum Bundesstützpunkt nach Dresden ging, spielte Anna neben den Vereinsmeisterschaften auch noch weitere deutschlandweite Turniere. Beim regionalen Bundespokal Nord 2019 in Barleben belegte Annas VVSA-Landesauswahlteam Platz drei – wohl bis dahin einer der größten persönlichen Erfolge.
Angekommen am Bundesstützpunkt in Dresden scheint Anna immer weiter aufzublühen. „Sowohl mit meinem Internatsleben, meinem Schulalltag als auch mit dem sportlichen Umfang hier komme ich gut zurecht. Es macht Spaß zu trainieren, was am Sport selbst, aber auch an den Menschen liegt, mit denen ich trainieren darf.“ Auch zu Corona-Zeiten macht Anna acht Trainingseinheiten die Woche, wobei sie zwei davon im Kraftraum verbringt. „ Mein Alltag besteht jetzt aus ein bis zwei Trainingseinheiten und Schule. Zwischendurch dann essen und am Abend gucke ich meistens mit anderen Menschen im Internat eine Serie oder einen Film.“ Neben der sportlichen Karriere strebt Anna das Abitur an. Bei der Frage nach ihrer Motivation für Beides erklärt sie: „Ich kann nichts Konkretes benennen aber ich finde es motivierend zurückzublicken und zu sehen, wie weit man gekommen ist und wie weit man kommen kann. Ich hätte bei meiner ersten Landesauswahlsichtung auch nicht gedacht, dass ich später an einem Bundesstützpunt trainieren kann.“
Madlen sieht das hingegen anderes: „Anna zeigte schön früh so viel Ehrgeiz und Engagement. Mich wundert es ehrlich gesagt nicht, dass sie sich jetzt an einem Bundesstützpunkt beweisen kann. Ihr Talent war schon früh zu sehen und auch die Persönlichkeitsentwicklung die sie in den letzten Jahren durchgemacht hat, ist bewundernswert.“ Ähnlich lobend klingt auch USV Halles Abteilungsleiter Volleyball, Thomas Vetterling: „Anna hat in den letzten Jahren leistungstechnisch noch einmal eine Schippe drauf gelegt. Sie ist ein Naturtalent und wir wünschen ihr alles erdenklich Gute in Dresden.“
Der USV Halle hat unter anderem dank der Delegierung von Anna an den Bundesstützpunkt Dresden nun auch vom LandesSportBund Sachsen-Anhalt für die Jahre 2021 und 2022 das Prädikat „durch den LSB anerkannter Landesleistungsstützpunkt Volleyball“ erhalten. Damit einher geht eine Förderpauschale, die in die Nachwuchsarbeit des USV Halle fließen wird. Aber nicht nur: „Wir wissen um die Aufbauarbeit des Heimatvereins einer Spielerin und auch, dass es nicht immer leicht fällt, Spielerinnen ziehen zu lassen. Deshalb wollen wir als USV Halle die Förderpauschale auch zum Teil nutzen, um die SG Chemie Zeitz in Form von Bällen zu unterstützen.“ Betonte Thomas ausdrücklich. Eine sehr schöne Geste die zeigt, dass der Heimatverein eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Kader spielt und die Kooperation zwischen Erstverein, Landesstützpunkten und Verband Früchte trägt.

LOTTO quer oR 4cDie Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt unterstützt bereits seit 2018 durch eine Sportpatenschaft den Volleyball/Beachvolleyball in Sachsen-Anhalt. Und die Unterstützung hält an. So können auch im aktuellen Kalenderjahr dank der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt Kadermaßnahmen stattfinden. Auf Grund der momentanen Situation sind diese Maßnahmen als Tages-Lehrgänge angelegt – natürlich unter strengsten Hygienemaßnahmen und mit ausschließlich negativ getesteten Sportler/-innen und Trainer/-innen.
In Vorbereitung auf den „großen“ Bundespokal im Juni soll dank der Unterstützung der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt das Training in Kleingruppen möglich sein. An den Stützpunkten in Halle, Dessau, Bitterfeld und Magdeburg wird dazu einmal wöchentlich eine Maßnahme angeboten, so dass die Sportler/-innen adäquat auf den Bundespokal vorbereitet werden können.

Vor knapp einer Woche hat der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) auf seiner Internetseite Fragen und Antworten zum Spielbetrieb der Saison 2020/2021 veröffentlicht. Wichtigstes Statement ist dabei, dass der Jugend Bereich vorerst nicht von der Einstellung des Spielbetriebs betroffen ist. Die weitere Vorgehensweise wurde vom Vorstand der DVJ, gemeinsam mit Vertreter/-innen der Landesverbände, entschieden.
Am Zielwettbewerb „Deutsche Meisterschaften“ wird weiter festgehalten. Die Termine der Deutschen Meisterschaften bleiben bestehen. Das heißt, die U14 und U18 wird am 12./13.06.2021 und die U16 und U20 am 19./20.06.2021 ausgetragen. Dabei bleibt die Anzahl teilnehmenden Mannschaften bei 16. Die Zulassung zu den Regionalmeisterschaften kann offen gestaltet werden (z.B. Wild-Cards, Setzung, sonstige Qualifikationsmöglichkeiten). Dafür notwendige Änderungen der Jugendspielordnung (JSO) werden in Absprache mit der Satzungskommission veranlasst. Die DVJ behält sich vor, am 30. April notwendige Anpassungen vorzunehmen, sofern Infektionszahlen oder die Vorgaben der Regierung eine Ausrichtung unter den genannten Bedingungen nicht zulassen. Diese Anpassungen können sein, dass es eine Reduktion der Teilnehmerzahl auf neun Teams oder eine Absage/Verlegung gibt.
Der Vorstand der DVJ ist dem eindeutigen Votum der Landesverbände gefolgt. Diese haben sich für die weitere Planung des Bundespokals im Mai ausgesprochen. In Kürze werden dafür die verbindlichen Meldungen der Landesverbände eingeholt. Bei bis zu acht gemeldeten Teams werden diese Teams für den Bundespokal am 14.-16. Mai 2021 zugelassen. Sollten mehr als Teams teilnehmen wollen werden diese in Süd und Nordpokal (14.-16. Mai) aufgeteilt und ein großer Bundespokal mit bis zu acht Teams am 28.-30. Mai 2021 gespielt. Weitere Informationen zu den regionalen Bundespokalen im Herbst folgen ebenfalls in Kürze. [Quelle: DVV]