Jungs MädchenNeun Spiele, vier Siege und eine Nominierung ins Dreamteam – der VVSA Kader zeigt sich beim regionalen Bundespokal in Berlin als geschlossene Delegation. Für das aktuelle Kalenderjahr war der kleine Bundespokal für die weiblichen Jahrgänge 2006/2007 und die männlichen Jahrgänge 2005/2006 wohl ein Highlight, denn Berlin ist bekanntlich ja immer eine Reise wert. Eine Reise bei der neben vielen Eindrücken auch der eine oder andere Sieg eingefahren werden konnte.

In der Vorrunde lief es für die Mädchen um Trainergespann Michael Haßmann und Johanna Westphal noch nicht ganz optimal. Mit einem zwei zu null musste man sich im Auftaktmatch gegen den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern geschlagen geben (24:26 14:25). Gegen den NWVV waren es dann schon drei Sätze, allerdings ohne Jubel für den VVSA Kader. Auch gegen Hamburg konnten die VVSA-Mädchen erst im zweiten Durchgang aufspielen, leider zu spät (25:16 25:23). Auch im letzten Gruppenspiel gegen den WVV1 war kein Satzgewinn zu verbuchen (25:16 25:18), weshalb es direkt in das Spiel um Platz sieben ging. Hier sorgten die jungen Damen dann für ein versöhnliches Ende und besiegten die Auswahl aus Brandenburg in zwei Sätzen (25:19 25:18) – Platz sieben. Da im Vorfeld des regionalen Bundespokals lange nicht klar war, wer überhaupt auf Grund der aktuellen Situation spielen kann, ist die Platzierung wohl dem geschuldet. In der Summe konnten nur neun Spielerinnen überhaupt am Turnier teilnehmen. Ein kleiner Kader, der versucht hat, die Verletzen, aus persönlichen Gründen verhinderten oder die in Quarantäne befindlichen Spielerinnen zu kompensieren. Und es ist ebenfalls erfreulich, dass das Team im letzten Spiel gewonnen hat, weil Trainer und Team getrennte Wege gehen werden. Der Verband möchte die Spielerinnen natürlich auch bis zum großen Bundespokal im nächsten Jahr unterstützen und sucht nun nach einer geeigneten Besetzung. Auf diesem Wege lieber Micha, wünschen wir dir für die Zukunft alles Gute und danken dir für deine Zeit und dein überdurchschnittliches Engagement.

Runder lief es hingegen bei den Jungen um Trainerduo René Herzig und Thomas Vetterling. Allerdings nicht gleich im Auftaktspiel gegen Mecklenburg-Vorpommern. Denn auch hier hatten die Jungen das Nachsehen (20:25 18:25). Mit nunmehr vollem Kader konnte das Team dann aber erstmalig in der Verbandsgeschichte gegen den NWVV (25:19 23:25 15:11) den ersten Sieg einfahren. Im letzten Gruppenspiel gegen Brandenburg ging es dann heiß her. Mussten sich die Jungs aus Sachsen-Anhalt im ersten Satz noch knapp geschlagen geben (20:25), drehten sie im zweiten Durchgang nochmal richtig auf und holten den Ausgleich (28:26). Der entscheidende Tiebreak wurde dann bis über das Ende hinaus gespielt, wobei der VVSA-Kader in der Crunchtime das glücklichere Händchen hatte (25:23). Damit ging das Team als Gruppenzweiter in die Zwischenrunde. Hier trafen die Jungs auf die Auswahl aus Hamburg, die im Gro aus Talenten des Bundesstützpunktes bestehen. In zwei Sätzen musste man sich allerdings geschlagen geben, sodass im letzten Match das Spiel um Platz fünf gegen den NWVV auf der Agenda stand. Mit dem Wissen aus der Vorrunde und dem Gefühl, den Gegner bereits einmal geknackt zu haben, holten sich die Jungs aus Sachsen-Anhalt Satz eins (20:25). Im zweiten Durchgang war es dann mehr und mehr ein Spiel auf Augenhöhe mit dem glücklicheren Händchen für die Auswahl vom NWVV (27:25). Wieder ging es in den dritten Satz und wieder behielten die Jungs die Nerven (13:15) – Platz fünf. Nach dem Turnier resümierte Headcoach Herzig: „Am Freitag sind wir nur mit einem Außenannahmespieler gestartet. Eine Personalie, die es natürlich zu kompensieren galt – was wiederum nicht einfach war. Odin Ehlert konnte berufsbedingt erst am Freitagabend anreisen und Richard Oppenhorst rotierte von der Mitte auf Außen. Dennoch haben die Jungs ihr Bestes getan. Die Motivation war nie größer und es hat sich deutlich gezeigt, dass hier jeder für jeden einstand. Auch in Bezug auf das Leistungsniveau konnten mich die Jungs nochmal positiv überraschen – ein stabiles Team. Danke dafür Jungs.“

Paul im DreamteamNachdem beide Teams für ein jubelndes Ende sorgten, gab es mit einer Nominierung in das Dreamteam noch einen weiteren Grund zum Feiern. Paul Schmiedl vom Chemie Volley Mitteldeutschland wurde die Ehre zu Teil als bester Diagonalangreifer des Turniers ins Dreamteam nominiert zu werden.

Der Volleyball-Verband Sachsen-Anhalt gratuliert den Teams und natürlich insbesondere auch Paul zu einem grandiosen Händchen. Großer Dank geht an dieser Stelle, an alle Heimtrainern, Fans, Eltern, Kadertrainern/-innen und Unterstützern, die diesen Event erst möglich gemacht haben. Ebenfalls ein großer Dank geht an Matthias Waldschik, ehemaliger VVSA Landestrainer, der die Jungs bis zu seinem Ausscheiden mit betreut und trainiert hat. Der Verband setzt nun alle Hebel in Bewegung damit sowohl die Mädchen als auch die Jungen im kommenden Jahr am großen Bundespokal teilnehmen können. Ein Maßnahmenplan wird gestrickt und bis dahin sollen die Kader in ihrem Heimatverein die Fördersäule, den Erwachsenenspielbetrieb nutzen, um weiter an sich arbeiten zu können.

Bilder zum BuPo Nord 2021 finden sich hier.